West Stern

Familie Stern (Mutter Hanna, Vater Shlomo und Sohn Samuel) ist aus dem Ghetto von Warschau geflohen und landet im Wilden Westen. Gerade erst angekommen, tut sich die Familie schwer mit den Umgangsformen und Gepflogenheiten in der neuen Umgebung, doch Samuel, der 20-jährige Sohn der Familie bemüht sich um die Integration in die Cowboy-Gesellschaft. Trotz seiner Anstrengungen wird er als Ausländer geoutet, und wird von Jack, dem Chef der Cowboys aus dem Saloon geschmissen. Das größte Hindernis für Samuel stellt jedoch nicht Jack, sondern Hanna dar, die allgegenwärtige und äußerst besorgte Mutter, die nun befürchtet, daß ihr Sohn ein wirklicher Cowboy wird. Ein Duell zwischen Jack und Samuel bahnt sich an, die besorgte Hanna kann sich nicht mehr zurückhalten, und gibt ihrem Sohn Ratschläge, versucht gar, ihn zu ermutigen.

Drehbuch Elise Benroubi
Regie Maria Larrea
Kamera Julien Poupard
Produktion Luca Cechet Sansoé, Kiyoshi Anatol Runze
Musik ROB, Les frères Mazzalai
Schnitt Laurence Larre
Mit Jonathan Cohen und Sylvie Levesque

 

Vertrauensfrage

Das ganze Leben von Bettina, 42, besteht darin, Menschen zu helfen. Sie ist die Chefin eines Altersheims. Dort arbeitet auch der 19-jährige Jens, der sich bei seinen Kollegen eher durch Gleichgültigkeit bemerkbar macht. Bettina unterstützt den Jungen – bis zu dem Tag, an dem aus dem Medikamentenschrank Packungen verschwinden. Soll Bettina die Unschuldsbeteuerungen von Jens glauben? Oder soll sie dem Druck der Belegschaft und ihren eigenen Wertvorstellungen nachgeben? Zerrissen zwischen Moral und Sehnsucht muss Bettina eine schwierige Entscheidung treffen.

Drehbuch Martin Behnke
Regie Ben von Grafenstein
Kamera Daniel Möller
Produktion Sarika Hemi Lakhani, Marie Garabédian
Musik Mathias Klein
Schnitt Sebastian Marka
Mit Susanne-MarieWrage, Roland Bonjour, Susanne Häusler und Susanne Cihar

Travail Fantôme

Mit Unbehagen begibt Yann Mordret sich zurück in seine alte Firma. Sein elektronischer Pass wird nicht erkannt, dennoch entscheidet er sich, das Gebäude zu betreten. Die Betriebsamkeit ist groß, die Arbeiter sind zahlreich… und die Geisterarbeit naht.

Drehbuch Olivier Prieur, Nicolas Silhol
Regie Olivier Prieur
Kamera Macha Kassian
Produktion Cristina Diz, Maya Haffar
Musik Nikolas Javelle
Schnitt Esther Frey
Mit Gregory Aït Khedache, Laura Addamo

Pour quelques minutes de plus

Charles Penêt sitzt aufgeregt in seinem Büro. Er hat einen der ältesten Angestellten des Unternehmens, Jean-Philippe, zu sich gerufen, um ihn von seiner Kündigung zu unterrichten. Aber diese Aufgabe erweist sich schwieriger als erwartet, denn Jean-Philippe will seinen Job unter allen Umständen behalten. Und dafür scheint ihm jedes Mittel recht zu sein. Ein Duell zwischen den beiden Männern entwickelt sich. Aber wer ist hier das Opfer? Am Ende ist dann doch nichts wie es scheint, und das mächtige Unternehmen spielt sein eigenes Spiel.

Drehbuch Matthieu-David Cournot
Regie Matthieu-David Cournot
Kamera Matthieu-David Cournot
Produktion Ciarán Deeney, Dani Purer
Musik Oliver Probst
Schnitt Jean-Christophe Bouzy
Mit Jean-Pierre Bouchard und Christa Fenal

Le silence des machines

Die Arbeiterinnen von “Seidenfaden” sind unter Schock: Die Maschinen, die üblicherweise dazu gedient haben Damenwäsche anzufertigen, sind über das Wochenende verschwunden; umgesiedelt in ein Land wo die Kosten der Arbeitskraft geringer sind. Für die Arbeiterinnen und für Marc, den Chef des Ateliers, ist die Entscheidung gefallen: Sie müssen kämpfen! Aber haben Sie den Kampf nicht schon längst verloren, nun da ihnen keine technischen Mittel mehr zur Verfügung stehen, mit denen Sie ihr Atelier retten könnten?

Drehbuch Kostia Testut
Regie Paul Calori
Kamera Samuel Lahn
Produktion Gaïa Bidat
Musik Damien Vandesande und Clément Zemtsov
Schnitt Nicolas Desmaison
Mit Laurent Schilling, Isabelle Mazin

La Praline

511, ein einfacher Arbeiter in der Pralinenfabrik Le Marchal, ist ein leidenschaftlicher Träumer dessen einzige Freude im Leben die Herstellung köstlicher Schokolade ist. Seine Existenz gerät aus den Fugen, als unerbärmliche Börsenkurse seine Entlassung veranlassen, doch findet er nun endlich die Möglichkeit, sich Kopfüber in seine Träume zu stürzen.

Drehbuch Florian Schumacher und Sarah Judith Mettke
Regie Jean Baptiste Chuat
Kamera Bianca Bodmer
Produktion OIimpia Pont Cháfer, Karoline von Roques
Musik Fritz von Flotow
Schnitt Robert Wellié
Mit Dominique Pinon und Robert Meller

Jérôme

Von zu Hause rausgeschmissen, macht Jérôme (19) sich auf, seinen älteren Bruder in der Vorstadt von Paris zu besuchen. Es folgt ein Moment, herausgenommen aus der Zeit, den Jérôme alleine mit der Frau seines Bruders an einem Baggersee verbringt. Doch natürlich kann dieser Moment nicht weilen.

Drehbuch Vincent Mariette
Regie Philippe Deschamps
Kamera Julien Poupard
Produktion Luise Jansen, Claire Trinquet
Musik Luc Meilland
Schnitt Léa Cohen
Mit Johan Libéreau und Anne Cressent

Illusion

Lena verliert nach vielen Jahren Arbeit bei der Bahn ihren Job als Kontrolleurin – einen Job, den sie mochte und der ihr Selbstwertgefühl gegeben hat. Lena ist ein sehr einsamer Mensch, der mit dem Verlust ihrer Arbeit und der damit verbundenen Struktur auch den Halt in ihrem Leben verliert. Tag für Tag wächst der Wunsch in Lena, wieder zu arbeiten und somit ihrem Leben einen Sinn zu geben. So fängt sie schließlich wieder an zu kontrollieren – mit alter Routine und neuem Selbstwertgefühl. Einige Zeit scheint alles gut zu gehen, bis sie eines Tages beim Schwarzkontrollieren auf ihren alten Kollegen Micha trifft. Bevor Micha – der Lena sehr mag- sie in Schutz nehmen kann, wird ein Fahrgast auf den vermeintlichen Betrug aufmerksam und Lenas falsche Identität fliegt auf.

Drehbuch Carola Diekmann
Regie Burhan Qurbani
Kamera Yoshi Heimrath
Produktion Fabian Gasmia, Thomas Jaeger
Musik Adrian Scholz
Schnitt Sascha Seidel
Mit Anne Ratte-Polle und Sven Lehmann

 

Im Prinzip

Zahlen sind abstrakt, genau wie Prinzipien oder Zweifel.
Kathrin, Managerin eines grossen Unternehmens steht vor der Sollbruchstelle ihrer Prinzipien und der Umsetzung einer Reform, in dessen Zuge sie 20% ihrer Belegschaft entlassen soll.

Drehbuch Ira Wedel, Benjamin Cantu
Regie Benjamin Cantu
Kamera Anne Bürger
Produktion Jérémie Dubois, Hening Kamm
Musik The Whitest Boy Alive, Peter Gromer
Montage Clara Grötzinger